Ein digitales BDSM-Nachgespräch?

Die Essenz, die grundlegende Idee dieses Beitrags, hatten wir schon lange im Kopf. Den notwendigen, finalen Schubs in die richtige Richtung hat uns ein Freund auf der Blogging-Plattform tumblr gegeben.

Um knapp zu umreißen, worum es uns geht: Fetisch und BDSM orientiertem Content im Internet fehlt unserer Meinung nach das, was man im Fachjargon das „Nachgespräch“ oder das gegenseitige „Auffangen“ nennt.


So funktioniert emotionale Nachsorge im BDSM

Die Anstrengungen einer professionellen Domina in Sachen Nachsorge für ihren Gast grenzen an therapeutische Maßnahmen.

Das Auffangen direkt nach einer Session

Bei Partnern in einer Beziehung mag es der liebevolle Blick und das langsame öffnen von Fesseln oder das gemeinsame Reinigen und Versorgen von benutzten Spielzeugen sein. Bei einer professionellen Domina könnte es die Auflösung einer Transformation sein – z.B. das Ausziehen von erniedrigender Kleidung oder das Abnehmen einer Tiermaske. Möglich sind auch:

  • Gemeinsame Ruhe
  • Meditation
  • Körperliche Nähe
  • Bewusstes Auflösen der Session-Situation in ritueller Manier

Hier geht es darum, gemeinsam eine sanfte Landung hinzulegen. Für Dom sowie Sub.

Dem Auffangen folgt das Nachgespräch

Das Nachgespräch hat keine Checkliste und ist hochindividuell. Einzige Regel: Es sollte nicht in einer Erörterung der „Leistung“ der Beteiligten münden. Es kann, je nach den beteiligten Personen, kürzer oder länger ausfallen und dient beiden Partnern bei der Rückkehr in die Realität.

Die Nachbereitung der BDSM-Session

Hier verlassen wir den Bereich der partnerschaftlichen Beziehungen. Bei wahrhaft professionellen Dominas werden Sessions, vor allem mit Neulingen, Erstkunden und Anfängern, ernsthaft im Rahmen der „Aftercare“ nachbereitet.

Dies kann am Telefon, per E-Mail oder sogar im persönlichen Gespräch geschehen. Sinn dieser Reflexion ist einerseits die Verbesserung der nächsten Session wie auch das verhindern oder zumindest der Linderund des sogenannten „Sub-Drop“.

Kommt der „Sub-Drop“, ist erneutes Auffangen wichtig

Es kommt mitunter vor, dass Subs in ein emotionales Loch fallen, wenn eine Session vorbei ist. Manchmal geschieht dies Stunden oder sogar Tage nach dem Erlebnis. Dies hat nichts mit eventueller Unzufriedenheit mit der vergangenen Session zu tun. Kommt es zum „Sub-Drop“, ist ein erneutes – nun oft durch körperliche Distanz erschwertes Auffangen notwendig.


Im Internet fängt dich niemand auf

Ihr versteht nun, wo wir das Problem sehen, nicht wahr? Im Internet bereitgestellte BDSM- und Fetischinhalte beschallen den Konsumenten mit beinahe perfekten Traumszenarien, in denen alle attraktiven Frauen ständig auf der Suche nach Sklaven sind und 24/7 Dominanz und Unterwerfung herrschen. Für das Ende der Eindrücke ist der Zuschauer verantwortlich: Ein Klick genügt, um den Browsertab oder das Video zu schließen.

Prinzipiell ist das Problem nicht groß, denn egal wie intensiv sich jemand mit Fetisch- und BDSM-Inhalten auseinandersetzt, bzw. diese konsumiert, so echt wie eine gemeinsame Session mit dem Partner oder ein Besuch bei einer professionellen Domina wird das Erlebnis nicht werden. Dennoch sehen wir ein großes Gefahrenpotenzial in der ungefilterten Wucht der Inhalte, die den affinen Besucher von Blogs, Webseiten und Streamingplattformen treffen kann.

Wer sich nach dem Genuss eines besonders intensiven Videos auf den Desktophintergrund starrend wiedergefunden hat und sich selbst dabei eine Art von „Light-Version“ des oben beschriebenen Sub-Drops wähnte, liegt gar nicht so falsch.

Die Flut von „Herrinnen“

Wer Fetisch-Content für Geld bereitstellen will, hat es so leicht wie noch nie. War früher ein eigens eingerichteter Video-Shop auf einer teuer aufgebauten Webseite vonnöten, genügt heute ein kostenloser Account auf OnlyFans & Co. um der zahlenden Kundschaft Bilder und Videos bereitzustellen. Nur selbst drehen muss der/die Content-Creator/in von Welt seine Clips noch.

Eine Möchtergern-Domina nennt den Betrachter "Zahlschwein" und bewirbt ihr Jahresabo
Überspitzt durch uns, aber im Kern wahr.

Das ruft, neben den Seriösen, zahllose unlautere Akteure auf den Plan. Es ist eine Sache, ohne BDSM-Bezug erotische Inhalte wie beispielsweise Fußbilder zu verkaufen. Es ist eine ganz andere Sache, für einen entsprechenden Betrag personalisierte Erniedrigungen für Kunden herzustellen und dabei nicht auf deren geistiges Wohlbefinden zu achten.

Eine besonders düstere Qualität erhält das unkontrolliert vor sich hin wuchernde Phänomen, wenn Kunden ohne vorherigen Checkup und exakte Absprachen zum „Paypig“ oder „Moneyslave“ erklärt und finanziell ausgenommen werden. Der beunruhigende Trend des „Simping“ spielt hier mit hinein.


Gibt es Raum für digitale Aftercare?

Nur weil wir es gerne hätten, wird „$$$Cash-Geldherrin Extrema$$$“ nicht beginnen, sich fürsorglich um ihre Kunden zu kümmern. Nur, weil wir es gerne hätten, wird eine Videoclip-Domina nicht anfangen, halbstündige Anhängsel an ihre Inhalte zu schneidern, in denen sie den Käufern in Alltagskleidung, bei einer Tasse Kaffee erklärt, dass sie nicht wirklich „dreckige Schweine“ sind und der Clip natürlich nur die Fantasie anregen sollte.

Wir brauchen also etwas, das:

  • Leicht für jede Art von Content-Creator handzuhaben ist
  • Vom Konsumenten nicht einfach „weggeklickt“ wird
  • Wenig Speicher verbraucht (Wir denken an jegliche Variante von Clip-Store und digitale Übertragungsmethode, bei der es um Dateigrößen geht)
  • In den Formaten Video, Bild und Audio funktioniert

Was denkt ihr hierüber?


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