Den Fußfetisch zugeben

Einer unserer Admins hat seinen Fetisch schon vor langer Zeit im Freundeskreis zugegeben und lebt großartig damit.

Je mehr Zeit verging, desto mehr blicke ich auf den Moment der Aussprache wie auf ein „Coming Out“ zurück. Es hat gut getan. Es hat den Fetisch eines Mysteriums beraubt und vor allem weiblichen Bekannten und Freundinnen geholfen, mir emotional näher zu kommen.

Ich glaube, Fußfetischisten verdienen so etwas wie ihr eigenes „Coming Out“. Die Homosexuellen machen zu Recht ein ganz großes Brimborium um den Tag, an dem sie einer urteilenden Welt die Wahrheit entgegenschmetterten: „Ich bin schwul!“ oder „ich bin lesbisch!“ – und das ist gut so. Heutzutage stehen auch die Interessen von Trans-Personen und einem ganzen Geschlechts-Identifikations-Spektrum im Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit. Das berühmte „dritte Geschlecht“ hat es sogar auf den Personalausweis geschafft.

Nun ist der „gemeine Fußfetischist“, wie wir ihn im Internet häufig antreffen, ein Hetero-Mann, dessen Sexualität lediglich um einen Fetisch „erweitert“ wurde. Gewiss, es gibt so viele Fetische und sexuelle Vorlieben und Ticks wie Fetischisten. Homosexuelle können Fetischisten sein, Trans-Personen ebenso. Manchmal – und das könnten besonders eifrige Kämpfer der LGBTQ+ Community sogar in den falschen Hals kriegen – ist die Homosexualität selbst der Fetisch.

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Ohne weiter abschweifen zu wollen: Heterosexuelle, männliche Fußfetischisten sind, was die aktuelle Diskussion angeht, zu Recht und gleichzeitig zu Unrecht ausgeklammert. Der Fetisch ist lediglich ein „Addon“ zur Sexualität, keine Identität. Aber: Das sollte Homosexualität auch nicht sein.

Aus diesem Grund, finde ich, sollte ein Fußfetisch so locker und leicht ansprechbar und zuzugeben sein wie die Antwort auf die berühmte männer-interne Gretchenfrage: Große oder kleine Brüste? Die Antwort lautet stets: Sie sollten zur Frau passen.

Dieser Beitrag ist keine Anleitung, der neuen Freundin seinen Fetisch zu gestehen, sondern ein Erfahrungsbericht von der Front. Ich bin seit Jahren einer der Hauptakteure von Lala Idrisse Deutschland und ein kleiner, enger Teil meines Freundeskreises weiß davon.

Das Geständnis

Ich erinnere mich gut an den Abend, an dem ich meinen Fußfetisch zugegeben habe. Es war eine bierselige Runde unter mehreren Freunden, als „Corona“ noch ein Bier war. Je mehr Getränke flossen, desto anregender wurden die Gespräche und irgendwann ging ich an mein Bücherregal und holte das erste Buch von Lala Idrisse hervor: „Zehenlutschen mit Charme“. Meine Freundinnen und Freunde bogen sich vor Lachen über meine Erklärung, ich hätte hieran mitgearbeitet und betreibe sogar einen Blog und eine Webseite für Fußfetischisten und zur Werbung für die Bücher der mysteriösen Französin Lala Idrisse.

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Der Unglaube wich, auch aufgrund meines Insiderwissens, bald einer kuriosen Faszination. Ich musste mich (passiert häufiger) gegen den Vorwurf verteidigen, selbst der Autor zu sein und erhielt augenzwinkernde Schulterklopfer aufgrund meines „Geständnisses“.

Was ist seitdem passiert?

Nichts. Ab und zu erhalte ich meine eigenen Blogbeiträge von Freundinnen geschickt, garniert mit einem Augenroll-Emoji: „Ernsthaft?!“ Ja. Ernsthaft. Ich habe keinen einzigen blöden Spruch abgekriegt und keiner meiner Freunde hat aufgrund meiner unglaublich verwerflichen „Perversion“ den Kontakt zu mir abgebrochen. Ich muss mich sogar hanebüchener Marketing-Vorschläge erwehren und fühle mich wie ein dankbarer Erklärbär, wenn ich Unbeteiligten in nicht-erotischer Manier mehr über diese Sexualität beibringen kann: „Nein, Tanja, ich kann nicht einfach meine eigenen Socken fotografieren und dort hochladen. Es dreht sich um Männer, die auf hübsche weibliche Füße stehen … Ja, das schließt männliche Füße aus … Nein, das sieht man den Füßen an, die sind nicht alle per se gleich.“

Fazit: Just do it.

Gib deinen Fetisch zu. Ganz locker.


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