Nervige Fußfetisch Nachrichten

Vielleicht unterliegen wir einem gewissen „Bias“, vielleicht hat uns die Arbeit mit Lala Idrisse auch unfreiwillig einem psychologischen „Frame“ unterworfen. Trotzdem haben wir das Gefühl, wir müssen einem gewissen Anteil der Männer in der Fetischgemeinde einen unaufgeforderten Ratschlag geben: Hört bitte mit dem Gruselzeug auf.

Was meinen wir damit?

Damit meinen wir, dass wir zwar vollkommen Recht mit unseren Forderungen nach mehr Toleranz und Anerkennung seitens der Allgemeinheit haben – aber zur Toleranz gehören immer Zwei. Das bedeutet: Auch du, lieber Fußfan, solltest dich an bestimmte Regeln halten. Vor allem im Umgang mit Frauen und potenziellen Partnerinnen.

Wie kommen wir darauf?

Diese Feststellung beruht auf zwei Beobachtungen: Einer an uns selbst und einer, für die man keinen fetischorientierten Blog betreiben muss, um sie anstellen zu können.

Die Social Media Accounts von Lala Idrisse werden häufig – vor allem von den nicht lesefähigen Kollegen – für die Profile einzelner, „realer“ Frauen gehalten. Abgesehen davon, dass wir ein Lied von dem Phänomen namens „Mansplaining“ singen könnten, bekommen wir somit unfreiwillig Kostproben der Flirtversuche der Spezies namens Fußfan ab. Dass sich die Flirtversuche nach unserer Erklärung, wir seien eigentlich so etwas wie ein Firmenaccount wieder einstellen, ist dabei nicht immer der Fall.

Das ist Beobachtung #1: Viele Fußfans haben keinen Filter im Kopf, was die Vermischung von unaufgefordertem Flirt und der überzogen expliziten Darlegung persönlicher sexueller Fantasien angeht. Da wird kein netter Spruch zum Auftakt der Kontaktaufnahme gebracht, sondern direkt mit „suchst du Sklaven??? Will deiene Fusse lecken!!11!“ ins Haus gefallen. Auf Profilen wie unseren, die von vorneherein mit erotischen Inhalten daherkommen, ist bis zu einem gewissen Grad klar, dass wir auch solch direktes Klientel anziehen. Das viel größere Problem ist:

Beobachtung #2: Dieses Verhalten ist nicht nur auf eindeutige Profile und Blogs wie unseren beschränkt, sondern so werden alle möglichen Frauen kontaktiert – seitens eines gewissen Teils der Fetischgemeinde. Dass nicht alle Fetischfans so unterwegs sind, versteht sich von selbst.


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Besonders kurios ist, dass dieses Verhalten wirklich exklusiv von Fußfetischisten kommt. Unsere geliebten „Po-und-Brüste-Normalos“ haben zwar ihre ganz eigenen Macken, aber zumindest scheint deren sexuelle Rhetorik bei weitem erträglicher für das weibliche Geschlecht zu sein. Klar, da kann auch ganz krass über die Stränge geschlagen werden, aber an das Kuriosum, per Chat einen „Fuß- und Zahlsklaven“ angeboten zu bekommen, nachdem man total happy ein Bild seiner neuen Schuhe gepostet hat, kommt nicht einmal der Klassiker „ey, geile Titten!“ heran.

Worin liegt die Kernfeststellung dieses Beitrags? Einige unaufgeforderte Nachrichten sind regelrechte sexuelle Belästigung. Und Hierin: Fußfans, die ihren Fetisch gerne zugeben, locker und offen damit umgehen, leiden unter den „Fuß-Kontaktierern“, denn sie werfen ein schlechtes Licht auf uns alle. Es ist extrem frustrierend, wenn eine Frau sich in einer Story auf Instagram über die Fußfetischisten auslässt, weil sie nach ihrem neuesten Schuhshopping Video dutzende Ekel-Nachrichten erhalten hat. „Noch eine, deren Sympathie wir verloren haben“, denken wir uns da immer ganz betrübt.

Was können wir dagegen tun?

Wir können besser als die anderen sein. Wir können uns selbst in höflichen Nachrichten „vorausschauend“ für die Ekeltypen entschuldigen und betonen, dass die Mehrheit von uns nicht so ist. Es geht darum, mit Charme für seine sexuelle Orientierung einzustehen. Und manchmal bedeutet das, vor seinen „Artgenossen“ zu warnen.


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