Fußmillionärinnen.

Das Spiel mit der Aufmerksamkeit der Fetischisten geht nur va banque – soll heißen: Es birgt ein gewisses Risiko. Wie sollte sich das aufgehende Insta-Sternchen oder die ausgewachsene Promidame von Welt gegenüber der ungefragt kommentierenden Schwadron aus dem Fetischkeller verhalten? Wir haben ein paar Tipps zum Umgang mit nicht gewollten Kommentaren und den Vorzügen, Fußfans zu haben.

Wo kommen diese Fußkommentare nur her?

Da sind sie. Sie scrollen in Schwärmen über dein Profil und liken Bilder, auf denen deine Füße zufällig zu sehen sind. Sie kommentieren seltsame Dinge in einer von obskuren Szenebegriffen durchsetzten Sprache, mit der du gar nichts anfangen kannst. „Ich wollte doch nur die Yogamatte auf meinem Fitnessprofil vorstellen! Die Partnerschaft mit dem Hersteller hat mich so gefreut!“ Jetzt steht da was über „von dir will ich auch mal auf der Yogamatte getrampeled werden“ oder „kannst du mal ein Foto in High-Heels als Nahaufnahme machen?“ bis zu: „poah du hast vol geiele Füse!“

Wie sind die nur auf dich gekommen? Um die Dynamiken hinter den Fußkommentaren zu verstehen, ist es wichtig, ein Grundverständnis von Suchmaschinenoptimierung sowie Geisterbeschwörung (Ja, kein Witz – vertraue uns, wir sind ein Fetischblog!) zu besitzen. Fußkommentare gehorchen nämlich den Grundgesetzen der Zauberkunst: Rufe nur Geister herbei, die du beherrschen kannst. Findest du dich in einem schauerlichen Sturm der Fußkommentare wieder, hast du die Fetischisten wohl auf irgendeine Art und Weise heraufbeschworen. Der Rest ist Schuld des Algorithmus: Wo Füße, Füße, Füße, Füße steht, da landen alle, die nach Füße, Füße, Füße, Füße suchen. Die vielen Kommentare sorgen für unerwarteten Aufwind bei deinem Content. Dein Barfuß-Yogamatten-Bild ist plötzlich bei irgendwem auf der „Featured-Seite“ oder taucht weiter oben auf der Suchen-Seite bei Instagram auf. Weshalb? Das Zauberwort lautet „User-Engagement“. Deine Inhalte sind, so die Logik, anscheinend „gut“, da so viele Leute begeistert kommentieren, liken und ihre Freunde verlinken. Deine normalen Follower tragen unfreiwillig dazu bei, in dem sie ihre Freunde markieren: „Alter, ließ mal was hier in den Kommentaren abgeht! Diese Fetischtypen wieder!“ Heißt: Der Schwarm ernährt sich von sich selbst – du hast ihn lediglich gerufen. Was nun?

Beginne mit einer Analyse deines Contents.

Ausgangssituation: Du hast ein Bild gepostet, das deine Füße beinhaltet und erhältst jetzt Kommentare bezüglich deiner Füße. Von „wohlwollend komisch“ bis „ekelhaft“ ist alles dabei. Reden wir nicht um den heißen Brei herum: Aggressive, bedrohliche und regelrecht sexistische Kommentare solltest du melden und den Ersteller blockieren. Punkt aus, Selbstschutz für dich, kein Vorwurf, sondern nachvollziehbar. Die „lediglich merkwürdigen“ Kommentare solltest du allerdings stehen lassen. Aber wie hast du die genannte „Geisterbeschwörung“ eigentlich bewerkstelligt? Nun, jeder Fan von Horrorfilmen weiß, dass man ein paar bestimmte Gegenstände benötigt, um eine Beschwörung durchzuführen. Kerzen, ein Kreidepentagramm auf dem Boden, Kräuter, bronzene Schalen und staubige, uralte Bücher mit gruseligen Holzstichen und astronomischen Symbolen. Betrachte also dein Profil und untersuche es auf folgende „Beschwörungsgegenstände“:

Barfußbilder in unbeabsichtigter Regelmäßigkeit (Füße sind dabei optisch NICHT im Sandstrand oder Gras auf der Wiese versunken, sondern sichtbar)
Bilder von Schuhschränken und Schuhsammlungen, eventuell sogar mit frechen Beschreibungen deinerseits („hihi, wir Mädels haben einfach einen Schuhfetisch, oder?“)
Bilder von dir, die dich in the pose zeigen
Erwähnungen von deiner Leidenschaft für Massagen (Fußmassagen gibt Bonuspunkte)
Gut gemeinte, aber gezwungene „Toleranz-Statements“ was Sexualität angeht, die (wenn man es darauf anlegt) umgedeutet werden könnten in: „Ich ordne mich selbst dem BDSM-Lebensstil zu.“
Sexuelle Anspielungen in englischen „reach for the stars, live your dream, be the best you, travel the world“- Instagram-typischen bla-bla-Bildunterschriften, die dir beim Copy-Pasten nicht aufgefallen sind
(Wiederholte) Bilder der Mani- und Pediküre, auf die du so stolz bist
Der so in Mode gekommene walking shot, der ich schlüpfe noch schnell in die Schuhe-Shot sowie die dominante Fuß voraus- Pose
Am Körper entlang abwärts fotografierte Strandbilder, entweder mit Füßen im Sand oder Füße „als Horizont“ am Ende einer Strandliege
Die Ansprache des Themas Fußfetisch in einer Bildbeschreibung (egal, in welchem Ton sie erfolgte. Überraschung: Empörung zieht nur mehr Kommentare an)
Du nutzt aus Versehen Hashtags, deren Doppeldeutigkeit oder starke Nutzung durch die BDSM-Community dir nicht bewusst war: #queen #boots #heels #vanilla #gag #leather #marks #worship #babygirl #daddy #bull #cash #lady #feetpic #footshot #newshoes und noch viele mehr.

Was darf ich dann überhaupt noch posten?!

Alles was legal ist und dein Herz begehrt. Denn die Fußkommentare sind lediglich so auffällig, weil sie nicht zur sexuellen „Norm“ gehören. Der Hintern-und-Brüste Fan von Welt kann seiner Neigung, unschuldigen Frauen seine erotischen Gedanken darzulegen, auf mannigfaltige Weise frönen: „Du hast einen tollen Körper!“ ist unerklärlicherweise für viele Frauen total in Ordnung, obwohl es wie das Kompliment eines Serienkillers klingt, der sich den nächsten Teil seiner Sammlung ausguckt. Kommentare über deine „wahnsinns Kurven“ sind Standard, während das bewusst schelmisch im Dialekt dargebrachte „Holz vor der Hütt’n“ eher zum Schmunzeln anregt. Dagegen kann der Underdog namens Fußfan nur verlieren. Seine Komplimente lauten „du hast hübsche Füße“, oder „deine Füße in DIESEN Schuhen, Hammer!“, eventuell auch: „toll, dass du ein hübsches Barfußbild für uns postest :)“

Was ist die Lösung für Fußfetischkommentare?

Die Lösung heißt: Finde deine Schmerzgrenze und hole aus allem was sie nicht überschreitet das Beste heraus. Du allein entscheidest, was du dir in deinen Onlinepräsenzen anhören musst und was nicht. Fußkommentare können auftauchen, das ist beinahe schon ein ungeschriebenes Gesetz des Internets.

Unser Tipp: Betrachte Fußkommentare wie ein Buffet, aus dem du dir die leckersten Häppchen aussuchen darfst. Freundliche Komplimente solltest du mit einem „Gefällt mir“ markieren, einen Schritt zu weit gehende Sprüche ignorieren und die wirklichen Extremfälle melden und blockieren.

„Aber ich will überhaupt keine von diesen Leuten in meinen Kommentaren!“

~ schlecht beratene instagram-Mädels

Falsch. Du willst die richtigen dieser Leute in deinen Kommentaren. Und das lässt sich durch geschicktes Management der Kommentare unter deinen Beiträgen bewerkstelligen. In unserem nächsten Beitrag stellen wir dir eine einfache Anleitung zur Verfügung, die dir dabei helfen wird, die Fußkommentare unter deinen Beiträgen sogar hilfreich einzusetzen.

Medusa kommt.

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