Erotische Geschichten selbst schreiben: Do it like Lala Idrisse

Lala Idrisse begann zu schreiben, als sie eine strenge Therapeutin für ihren Ehemann Emmanuel im erotischen Rollenspiel mimte. Was als Nebenprodukt ihrer frechen kleinen Sessions begann, steht heute in den digitalen und analogen Bücherregalen vieler Fetischfans. Das Schreiben ist ein erotisches Wundermittel – und hier erfahrt ihr, wie ihr euch damit selbst begeistern könnt.


Wenn ihr auf der Suche nach neuen Ideen seid, um euer Sexualleben zu bereichern, könnte das Schreiben von erotischen Geschichten eine tolle Möglichkeit sein, eure Fantasien auszuleben. Auch wenn es vielleicht etwas einschüchternd ist, zum ersten Mal eine solche Geschichte zu schreiben, möchten wir euch hier ein paar Tipps geben, um den Einstieg zu erleichtern.

Weshalb wir uns zutrauen, euch hierzu Tipps zu geben

Ja, wir sind nicht Lala Idrisse. Wir sind eine Gruppe Admins und Online-Marketer, die sich tagtäglich mit Lala Idrisse und dem Management ihrer Blogs und Websites beschäftigen. Wir wissen also, wie ein gutes Erotikbuch aussieht. Und wir schreiben täglich Captions für knackig-heiße Bilder. Im Kern sind wir „Autoren“, nur eben in anderem Maße als Lala Idrisse selbst. Daher: Vertraut unseren Tipps gerne!

Wählt Nischenthemen, die euch begeistern

Als Erstes solltet ihr ein Thema wählen, das euch begeistert und erregt, sei es eine romantische Begegnung oder eine explizite sexuelle Fantasie. Dann solltet ihr die Szene setzen, indem ihr die Umgebung, die Charaktere und die Stimmung beschreibt, um eure Leserinnen und Leser direkt in die Geschichte hineinzuziehen.

BDSM, Fetisch und generell die Erotik sind Themenfelder, in denen sich jeder einzelne Mensch findet. Ausnahmen, wie jene Personen die sich explizit als asexuell bezeichnen, bestätigen die Regel. Ihr werdet also gut daran tun, euch auf ein einzelnes Thema zu fokussieren. Schreibt ihr einen Roman zum gigantischen Thema „BDSM“, beschränkt euren Inhalt allerdings auf eure sehr explizite Fantasie, an ein Andreaskreuz gekettet zu sein, wird euch ein gewisser Teil der Fangemeinde zurecht vorwerfen 95 % der spannenden Spiele ausgelassen zu haben. Genauso gefährlich ist es, ein Buch ausschließlich über Fetisch oder Fußfetisch zu schreiben, ohne BDSM zu touchieren. Wählt eine Nische und füllt sie.

Eure Charaktere sollten mehr als Avatare für Sex sein

Achtet auch auf Details, um die Empfindungen, Gedanken und Gefühle der Charaktere so realistisch wie möglich darzustellen. Und das Schöne am Schreiben von erotischen Geschichten ist, dass ihr damit experimentieren und eure Fantasien ausleben könnt. Traut euch, neue Dinge auszuprobieren und eurer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Keine eindimensionalen Figuren

Erlaubt euren Charakteren, ein wenig Persönlichkeit zu entwickeln. Selbst die atemberaubende dominante Lady, die eure Hauptfigur um den Finger wickelt, hat ein paar Sorgen. Sie hat eine Vergangenheit, Stärken und Schwächen. Nichts ist so unrealistisch wie Perfektion.

Sorgt für einen Spannungsbogen

Besonders wichtig ist, dass ihr Spannung aufbaut und eure Leserinnen und Leser mitnehmen könnt, bevor ihr zu den expliziten sexuellen Szenen übergeht. Nutzt dazu Beschreibungen, um Atmosphäre zu erzeugen und Erwartungen aufzubauen.

So baut man Spannung in einer erotischen Geschichte auf

Es ist natürlich einfach gesagt, dass „Spannung“ entstehen muss. Hier sind ein paar Herangehensweisen, die wir entweder direkt aus Lalas Fußfetisch Geschichten haben oder aus anderen Werken kennen.

  • Werft eure Charaktere in unangenehme Ausgangsszenarien, in denen ihnen positive Erlebnisse widerfahren
  • Erlaubt Irritation zwischen den Figuren – weshalb sollte jeder sofort auf eine sexuelle Anspielung ansprechen?
  • Spielt mit den Erwartungen der Leser, in dem ihr eine Figur als bedeutsam für den sexuell erregenden Teil der Geschichte eingeführt habt und diese dann zunächst außen vor lasst
  • Erlaubt euren Figuren Unsicherheit und Scham – niemand ist ständig ein Playboy oder ständig ein dominanter Vamp

Es ist absolut legitim, nur eine einzelne Szene zu schreiben. Sogar Lala Idrisses Romane basieren oft auf einem einfachen Gedanken. „Was wäre, wenn…“ ist ein gutes Rezept für Ideen. Jede Szene braucht jedoch einen Hergang und einen Schluss. Es gibt zwar per se keine falsche Art zu schreiben, allerdings eine ganze Menge von Arten, die man sich als Anfänger nicht sofort trauen sollte.

Wenn ihr fertig seid, lasst eure Geschichte am besten erstmal ruhen, bevor ihr sie überarbeitet. Nehmt euch Zeit, um darüber nachzudenken, was ihr geschrieben habt und ob es so aussieht, wie ihr es beabsichtigt habt.

Fazit

Das Schreiben von erotischen Geschichten erfordert Übung und Engagement, aber es kann eine lohnende Erfahrung sein. Wenn ihr diese Tipps befolgt, könnt ihr sicherstellen, dass eure Geschichte gut geschrieben und erfolgreich ist. Viel Spaß beim Ausprobieren!


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